Es gibt immer wieder Fälle, wo Arbeitslose in Arztpraxen als Auszubildende oder als ungelernte Kraft angestellt werden sollen. Dabei kommt die Frage auf, zahlt hier die Agentur für Arbeit irgendwelche Zuschüsse. So ergeben sich folgende Fallgestaltungen:

 

 

Ausbildung

 

Wenn arbeitslos gemeldete Personen eine Ausbildung in Ihrem Betrieb beginnen wollen, gibt es die Möglichkeit der Förderung der beruflichen Weiterbildung (FBW). Die besteht in der Regel darin, dass die Auszubildende den Differenzbetrag zwischen der Nettoausbildungsvergütung und dem ggf. höheren Arbeitslosengeld als Förderung vom Arbeitsamt erhält. Ob dies jedoch für die ganze Dauer der Ausbildung übernommen wird, muss mit dem Arbeitsamt im Einzelfall geklärt werden. Der Arbeitgeber erhält keinerlei Zuschüsse.

 

 Anstellung

 

Wird eine arbeitslos gemeldete Person in Ihrem Betrieb als ungelernte Kraft angestellt, besteht die Möglichkeit, von der Agentur für Arbeit einen Eingliederungszuschuss zu erhalten. Dies ist wieder vom Einzelfall abhängig, sowohl von der Dauer der Zahlung wie auch von der Höhe. Zu beachten ist hierbei, dass entweder ein Vermittlungshemmnis (lange Arbeitslosendauer oder schwer vermittelbar) oder eine Minderleistung (ungelernte Kraft) vorliegt. Muss also die ungelernte Kraft erst in Ihrem Betrieb angelernt werden, ist dies eine Minderleistung und kann eben durch den Eingliederungszuschuss gefördert werden. In der Regel werden weniger als 6 Monate und auch weniger als die Häfte des Bruttogehalts von der Agentur für Arbeit übernommen. Dies kann aber im Einzelfall anders sein und muss somit immer mit der Agentur für Arbeit abgeklärt werden.

 

 In Zweifelsfällen sollten Sie mit der Agentur für Arbeit vorab Kontakt aufnehmen, da sich die Voraussetzungen oft ändern.