SteuernIn Bezug auf Bewirtungen von Geschäftspartnern oder Arbeitnehmern im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit, verschärfen der Gesetzgeber und die Gerichte Formvorschriften für die Nachweise immer mehr. Für die steuerliche Abzugsfähigkeit ist eine Gaststättenrechnung zwingend erforderlich. Diese Rechnung darf nicht handgeschrieben

sein, sondern es muss sich um einen Computerausdruck handeln (der allgemein bekannte Vordruck).

Der Bewirtungsbeleg muss folgende Pflichtangaben auch weiterhin enthalten:

– Ort und Tag der Bewirtung

– Teilnehmer (inkl. des Gastgebers)

– Konkreter Anlass der Bewirtung

– Höhe der Aufwendungen

Im April 2012 hat der Bundesfinanzhof (BFH) in einem nicht veröffentlichten Urteil entschieden, dass bei Gaststättenrechnungen über 150 € die-se Rechnung den Namen/Firmennamen der bewirtenden Personen enthalten muss. Der BFH hat entschieden, dass nur der Gaststätteninhaber selbst oder einer seiner Mitarbeiter diesen Namen auf der Rechnung vermerken darf. Diese Angabe ist unabhängig von der Angabe der bewirteten Personen auf dem o. g. Bewirtungsbeleg.

Der BFH begründet diese ertragsteuerliche notwendige Bescheinigung des Rechnungsempfängers durch die im Umsatzsteuerrecht verankerte Kleinbetragsrechnungsgrenze und sieht diese im Einkommensteuerrecht auch bei Bewirtungsbelegen anwendbar.

Um Vorwürfe seitens der Finanzverwaltung zu vermeiden, sollte der Gastwirt bzw. sein Personal nach manueller Eintragung des Namen des Bewirtenden rein zu Beweiszwecken zusätzlich persönlich auf dem Beleg unterschreiben. Zusätzlich sollte Ihre Firmenanschrift ebenfalls vom Gaststätteninhaber oder dessen Personal ergänzt werden.