Fotolia_60784517_SEntgegen bisherigen Verlautbarungen bleibt die strafbefreiende Selbstanzeige bei Steuerhinterziehungen wohl doch bestehen. Am 27.03.2014 einigten sich die Finanzminister von Bund und Ländern auf erste Eckpunkte zur Verschärfung zur Regelung der Selbstanzeige. Diese wurden am 09.05.2014 durch den BMF präzisiert. So werden wohl ab 01.01.2015 für die strafbefreiende Wirksamkeit einer Selbstanzeige

folgende Voraussetzungen erfüllt werden müssen:

– Nacherklärungszeitraum

Für die Straffreiheit waren bislang die letzten 5 Jahre nachzuerklären. Nun werden wohl die Einnahmen der letzten 10 Jahre nacherklärt werden müssen.

– Zahlung Strafzuschlag

Der Strafzuschlag soll von 5 % auf mindestens 10% verdoppelt werden und steigt dann schon ab 25.000 € Steuerhinterziehung bei zunehmender Höhe der Steuerhinterziehung wie folgt an:

Hinterzogen                         Strafzuschlag

bis     25.000 €                                   0 %

bis   100.000 €                                 10 %

bis 1.000.000 €                                15 %

Darüber hinaus                                20 %

Auch dies ist eine Grundvoraussetzung für die Straffreiheit einer Steuerhinterziehung.

– Zahlung Hinterziehungszinsen

Neben der zu zahlenden Steuer und dem Strafzuschlag ist die Zahlung eines Hinterziehungzinses in Höhe von 6 % p.a. eine weitere Voraussetzung für die Wirksamkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige.

Sollten Sie diesbezüglich Beratungsbedarf haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sollte eine strafbefreiende Selbstanzeige noch in diesem Jahr wirksam eingereicht werden, bitten wir Sie darauf zu achten, dass die Vorbereitung einer solchen auch 3 Monate dauern kann, wenn z. B. Bankunterlagen etc. fehlen und noch besorgt werden müssen.