In der Praxis ist häufig der Fall anzutreffen, dass ein Grundstück erworben wird und anschließend ein Werkvertrag mit einem Bauunternehmer (nicht identisch mit Grundstücksverkäufer) geschlossen wird. Die Trennung der Verträge führt dazu, dass nur für den Kauf

des Grundstücks  Grunderwerbsteuer anfällt. In Nordrhein Westfalen beträgt die Grunderwerbsteuer zur Zeit fünf Prozent. Anders verhält sich der Fall, wenn Grundstück und Gebäude von einem Vertragspartner erworben werden. Hier fällt die Grunderwerbsteuer für den gesamten Kaufpreis an. In bestimmten Fällen kann allerdings auch die Trennung der Verträge steuerlich problematisch sein. In einem Urteil (BFH II R 7/12) hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass vom gesamten Kaufpreis Grunderwerbsteuer anfällt, wenn der Verkäufer des Grundstücks und der Bauunternehmer in Verkaufsbroschüren gemeinsam als Anbieter auftreten.