SteuernNach den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen müssen Unternehmer ihre steuerlich wirksamen Unterlagen zur Zeit 10 Jahre lang leserlich aufbewahren. Problematisch für diese Verpflichtungen sind die Thermobelege. Diese haben die unangenehme Eigenschaft, dass sie nach einer unbestimmten Zeit immer mehr verblassen und letztendlich gar nicht mehr leserlich sind. Meistens werden diese Thermobelege bei Tankstellen, in Restaurants oder Supermärkten erstellt.

Da dieses Problem seit langem allseits bekannt ist, stellte nun eine Bundestagsabgeordnete der Partei Bündnis 90/Die Grünen der Bundesregierung die Frage, inwieweit hier Erleichterungen geschaffen werden können. Die Haltung der Bundesregierung bleibt leider gleich. Gem. Bundestags-Drucksache 17/14821, Seite 19, ist die Antwort hierauf, dass der Unternehmer alleine die Beweislast trägt und somit dafür verantwortlich ist, dass die Belege auch nach 10 Jahren noch leserlich sind.

Somit werden Sie weiter die entsprechenden Belege zumindest kopieren müssen.  Diese Kopien müssen dann natürlich mit den Originalbelegen zusammen wie vorgeschrieben archiviert werden.

Alternativ hierzu wird durch die Fachliteratur auch empfohlen, die Belege entsprechend zu scannen und somit digital zu archivieren.

Ertragsteuerlich sollte hiermit der Anerkennung als Betriebsausgaben Genüge getan sein.

Für umsatzsteuerpflichtige Unternehmen mit Vorsteuerabzug bleibt es aber weiter fraglich, inwieweit die Kopie der Originalthermobelege zum Zeitpunkt der Prüfung zum Vorsteuerabzug berechtigt. So bleibt weiterhin die Unsicherheit bestehen.

Bitte vergleichen Sie auch unsere Ausführungen zur „Elektronische Rechnungen“.